Jürgen Eppendorfer betreut auch die Abgasreinigungsanlage

26.11.2018

Nachfolger gesucht - Wer tritt in „Eppis“ Fußstapfen?

Ein Euroglas-Urgestein geht ab Anfang nächsten Jahres in den wohlverdienten Ruhestand. Jürgen Eppendorfer ist seit über 20 Jahren Mitarbeiter am Standort Haldensleben und ist verantwortlich für die Medienversorgung sowie Gebäudetechnik. Im kommenden Jahr geht der 63-jährige in Rente und sucht nun einen Nachfolger. Wir haben mit ihm ein kleines Interview geführt. Im Interview verrät Jürgen Eppendorfer, was sein Nachfolger alles mitbringen muss.

Herr Eppendorfer, was genau ist Ihre Aufgabe bei Euroglas?

Meine Aufgabe ist die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit für das Werk mit Energie und Medien. Konkret bedeutet das, dass der Betrieb der Anlagen mit Erdgas, Trinkwasser, Druckluft, Kühl- und Kaltwasser, Heizung, Regen- und Abwasserentsorgung gewährleistet und gewartet werden muss. Wir produzieren Glas und das rund um die Uhr. Zusammenfassend kann man sagen, dass ich für die Koordination und Durchführung von Service-Einsätzen, Wartung, Instandsetzung, Fehleranalyse und Störungsbeseitigung unserer Anlagen verantwortlich bin.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job besonders?

Medien in ihren verschiedenen Erscheinungsformen tangieren alle Teilbereiche unserer Produktionslinie. Das macht meinen Job sehr vielschichtig und ich tanze daher auch auf vielen verschiedenen Hochzeiten und leiste damit meinen Beitrag zum Gesamterfolg. Darüber hinaus ist mir die Übernahme von Verantwortung sehr wichtig. Ich beginne meinen Tag gerne meist um sechs Uhr morgens, wobei wir bei Euroglas flexible Arbeitszeiten haben. Damit andere Abteilungen mit ihren Arbeiten starten können, muss ich erst die Anlagen freischalten. Vorher geht hier nix.

Unser Ofen ist wirklich groß und überwältigend. Die Anlage muss 15 Jahre ohne Pause laufen und daher ist die Instandhaltung aller Anlagenteile von großer Bedeutung. Ich mag die Vielseitigkeit in meinem Job – ich kontrolliere alle in meinem Bereich relevanten Werte, prüfe ob Störungen vorhanden sind und beauftrage und koordiniere die notwendigen Reparaturarbeiten. Man muss versuchen, dass die Firma läuft und dass die Kollegen ihren Job machen können.

Was macht Euroglas als Arbeitgeber besonders?

Ich fühle mich hier sehr wohl. Das Unternehmen gibt es schon seit über 20 Jahren am Standort und ist somit für mich ein sicherer Arbeitgeber. Darüber hinaus bekomme ich die für meinen Job notwendigen Weiterbildungsmöglichkeiten. Aber auch das Betriebsklima und der Umgang mit den Kollegen untereinander ist sehr gut.  Wir haben eine gute Mischung aus Alt und Jung und so können wir alle voneinander lernen.

Was muss Ihr Nachfolger an Qualifikation mitbringen?

Die Person sollte auf jeden Fall Neugierde mitbringen und „im wahrsten Sinne“ für seinen Job, nämlich das Betreiben von Industrieanlagen brennen. Ideal wäre, wenn man Erfahrungen aus der Kraftwerktechnik mitbringt. Der Job ist aufregend und sehr vielseitig zugleich, dass muss man mögen. Man trägt hier eine große Verantwortung. Es muss in jedem Fall die Bereitschaft vorhanden sein, dass man bei Notfällen, angerufen wird und ins Werk muss – egal zu welcher Tag- und Nachtzeit. Man sollte schnell reagieren und Entscheidungen treffen können und in kritischen Situationen kühlen Kopf bewahren. Wir verbrauchen hier jede Menge Energie und deshalb ist es wichtig, dass meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger den Ehrgeiz hat, vorhandene Prozesse zu optimieren und weiterzuentwickeln, wie beispielsweise die Mitarbeit im zentralen, standortübergreifenden Energiemanagement. Die Entwicklung geht ständig weiter. Aber keine Angst vor der großen Aufgabe, es gibt ja eine persönliche Einarbeitung durch mich. Ich lade hierzu gerne Interessentinnen und Interessenten ein, für eine Stunde ein in unser Werk zu kommen, ihnen meine Arbeit zu zeigen und meinen Funken weiterzutragen…