Glossar

Sie wollen mehr über Glas erfahren? Recherchieren Sie hier alle wichtigen Fachbegriffe rund ums Glas.

A

Kennbuchstabe für Angriffshemmendes Glas (DIN 52290): A = Durchwurfhemmend (A1,A2,A3);
wurde durch DIN EN 356 mit den Bezeichnungen P1A bis P5A ersetzt.
Siehe unter Angriffshemmende Verglasung oder Angriffshemmendes Glas.

a - Wert

Gibt an, wie viel Kubikmeter Luft je Meter Fugenlänge, während 1 Stunde je vorhandener Luftdruck-Differenz von 10 Pa zwischen Raumseite und Witterungsseite hindurchgeht
(DIN 18055, Ausgabe:1981-10 Fenster; Fugendurchlässigkeit, Schlagregendichtheit und mechanische Beanspruchung; Anforderungen und Prüfung)

Absorption

Energieaufnahme von Materie

Adhäsion

Aneinanderhaften zweier verschiedener Stoffe

Abstandhalter

Meist ein Metallholprofil (Edelstahl, Aluminium), das die beiden Scheiben eines Isolierglases auf dem gewünschten Abstand hält. Im Abstandhalter ist auch das Trockenmittel untergebracht.

Angriffshemmendes Glas

 

VSG, mit mehrfachen Folien bzw. Glasaufbau, das einer gewaltsamen Einwirkung einen bestimmten Widerstand entgegensetzt. Angriffhemmende Verglasungen, siehe DIN EN 356, DIN EN 1063 und DIN 52290:- Durchwurfhemmend: Kennbuchstabe P1A bis P5A /DIN EN 356)- Durchbruchhemmend : Kennbuchstabe P6B bis P7B (DIN EN 356)- Durchschußhemmend : Kennbuchstabe BR1 bis BR7 (DIN EN 1063)- Sprengwirkungshemmend: Kennbuchstabe D (DIN 52290 Teil 5; zur Zeit noch gültig)

Anisotropien

Optischer Effekt bei ESG. Die bei ESG auftretenden Spannungszonen, können zu einer Doppelbrechung des Lichts führen, was durch das Auftreten farbiger Ringe sichtbar werden kann. Deutlich erkennbar werden Anisotropien unter polarisiertem Licht oder zwischen zwei Polarisationsfiltern. Kein rügefähiger Mangel.

Antikglas

Glassorte mit unregelmäßiger Oberflächenbeschaffenheit (enthält Schlieren und Blasen)

APTK

Abk. aus dem Dichtstoffbereich: Aethylen-Propylen-Terpolymer-Kautschuk (alte Abkürzung für EPDM)

Argon

Edelgas, wird zur Verbesserung des k-Wertes bei MIG als Gasfüllung herangezogen.

Ätzen

Angriff der Glasoberfläche durch flußsäurehaltige Lösungen. Die entstehende Glasoberfläche besitzt ein mattes Erscheinungsbild. Durch die Oberflächenvergößerung erhöhte Anfälligkeit für Verschmutzung.

Ausdehnung

Siehe Wärmeausdehnungskoeffizient

Ausknöpfen

Ausreißen eines Punkthalters aus der PVB-Folienschicht einer zerstörten VSG Verglasung.

B

 

Ehemaliger Kennbuchstabe für Angriffshemmendes Glas (DIN 52290): B = Durchbruchhemmend (B1, B2, B3); wurde durch DIN EN 356 mit den Bezeichnungen P6B, P7B und P8B ersetzt.Siehe unter Angriffshemmende Verglasung oder Angriffshemmendes Glas.

Ballwurfsicherheit

  

In Sporthallen u.ä. Einrichtungen müssen ballwurfsichere Bauelemente eingesetzt werden. Diese müssen die Prüfungen nach DIN 18 032, Teil 3 bestehen. Dabei wird der Prüfkörper mittels eines Ballschussgerätes beschossen. Ausweisung über Zertifikate.

Bankenglas

Alte Bezeichnung für Angriffshemmende Verglasungen im Bankenbereich (UVV Zulassungen nach: C2SA/B2 , C2SF/B2)

Bauart

Bauart ist das Zusammenfügen von Bauprodukten zu baulichen Anlagen oder Teilen von baulichen Anlagen

Bauglas

Alte Bezeichnung für industriell gefertigtes Fensterglas. Meist ohne Kantenbearbeitung.

Bauholglas

Sammelbegriff für Betongläser, Glasbausteine und Glasdachziegel

Bauprodukt

 

Bauprodukte sind Baustoffe, Bauteile, Anlagen, die hergestellt werden, um dauerhaft in bauliche Anlagen eingebaut zu werden, um mit dem Erdboden verbunden zu werden.

Bauregelliste DiBT

Sind Bauordnungsrechtlich relevante Veröffentlichungen des Deutschen Institutes für Bautechnik (DIBt). Darin sind bauaufsichtlich eingeführte, geregelte und nicht geregelte Bauprodukte und Bauarten sowie die technischen Regeln für Bauprodukte und Bauarten aufgelistet.
In unserem Fall würde das heißen das der Beschichter bestätigen muss, dass die Biegezugfestigkeit durch die Schicht nicht verändert wird.
Die Bauregelliste wird durch folgendes Logo gekennzeichnet:

Belegen

Aufbringen von reflektierenden Metallschichten auf eine Glasoberfläche (Spiegelherstellung).

Betonglas

Gepresster Glaskörper (massiv oder hohl bzw. einseitg offen)Verwendungszweck : Begeh- und befahrbare Konstruktionen in Kombination mit Beton.

b-Faktor

auch als "shading-coefficient" bezeichnet. Gibt den mittleren Sonnenenergiedurchlass bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) eines Normalglas-Fensters an.

Biegefestigkeit

Biegespannung bei Bruch bB (Sigma).

Bilderglas

Dünnes Flachglas zum Einglasen von Bildern (z.T. entspiegelt).

Bleiglas

Bleihaltiges Glas (mind. 5% Bleigehalt). Einsatz: Abschirmung vor hochenergetischen Strahlen (z. B. Röntgenstrahlen).

Bleikristall

Meist Hohlglaswaren mit bleihaltiger Glaskomposition (mind. 24 % PB-Gehalt, Hochbleikristall mind. 30% PB-Gehalt).

Bleiverglasung

Einfassung von Gläsern mittels verlöteter Bleiruten. Hauptsächlich für Glasmalerei und Kunstverglasung.

Blindes Glas

Trübende altersbedingte Zersetzungserscheinung, meist einer auf der Glasoberfläche aufgebrachten Schicht. Entsteht häufig durch Undichtwerden von MIG.

Borosilikatglas

Glas mit hohen Boranteilen das sich durch hohe chemische Widerstandsfähigkeit, hohe Temperaturwechselbeständigkeit aber geringere mechanische Festigkeit auszeichnet.

Abz und ZiE für Brandschutzanforderungen

Verglaste Bauteile mit Brandschutzanforderungen gelten als nicht geregelte Bauarten. Die Basis für eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) oder eine Zulassung im Einzelfall (ZiE) ist die Klassifizierung der geprüften Bauteile gemäß einer der Widerstandsklassen (z.B. El30) nach der EN 13501.

Brandschutzglas

Siehe Feuerschutzglas bzw. Feuerwiderstandsklassen

Bullnose

 

Spezieller Kantenschliff mit halbkreisförmigen Profil (früher Rundstabschliff)

Butze

Mundgeblasene und geschleuderte, runde Glasscheibe mit einem Durchmesser von 5 -15 cm. Wird als Bleiverglasung eingesetzt (Butzenfenster, Butzenglas)

C

Ehemaliger Kennbuchstabe für angriffshemmende Verglasung (DIN 52290): C = Durchschußhemmend (C1 dis C5); wurde durch DIN EN 1063 mit den Bezeichnungen BR 1 bis BR 7 ersetzt. Siehe unter Angriffshemmende Verglasung oder Angriffshemmendes Glas.

CE-Kennzeichen

 

Die CE-Kennzeichnung dokumentiert die Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen. Dabei ist der Hersteller dafür Verantwortlich, dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt, die in den Harmonisierungsrechtsvorschriften der Gemeinschaft über ihre Anbringung festgelegt sind. Diese werden durch eine Werkseigene Produktionskontrolle kontrolliert.
Die CE Kennzeichnung ist für alle Produkte in der EU Pflicht und wird mit folgendem Logo gekennzeichnet:

CEKAL

 

Die CEKAL Zertifizierung ist ein freiwilliger Zertifizierungsprozess. Dabei bestehen höhere Anforderungen für den Erhalt des Zertifikates als für das Glas im Allgemeinen vorgeschrieben sind. Damit der hohe Standard der Produkte auch versichert werden kann, folgt zweimal jährlich eine Fremdüberwachung, diese wird zum Teil auch von den Versicherungen verlangt. Die französischen Normen müssen mit den europäischen Normen harmonisieren (NF 1096 = EN 1096). Der vorherige Besitz der CE-Kennzeichnung ist Pflicht.
Die CEKAL wird durch folgendes Logo gekennzeichnet:

Colorescent-Glas (Opalescentglas)

 

Aus verschiedenen Glasschmelzen, farblos und farbig, zusammengesetzte Glastafeln.

D

 

Kennbuchstabe für Angriffshemmende Verglasung (DIN 52290; zur Zeit noch gültig): D = Sprengwirkungshemmend;Siehe unter Angriffshemmende Verglasung oder Angriffshemmendes Glas.

Dallglas

Durchgefärbtes Gußglas (franz.: dalle = Fließe) mit häufiger Anwendung als Glastürgriff.

dB(A)

Schalldruck, der entsprechend der Frequenz nach der Bewertungskurve A (DIN 45 633) bewertet wird. Diese Kurve berücksichtigt, dass die empfundene Lautstärke von der Frequenz (Tonhöhe) abhängt. Auch Maßeinheit für Schallpegel dB (A). Entspricht angenähert den Phon-Werten bei 1000 Hz.

DD

alte Dickenbezeichnung (doppelte Dicke) für industriell gefertigtes 3,8 mm dickes Fensterglas.Nach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas

Dichte

Quotient aus Masse und Volumen. Einheit: kg/m³
Floatglas besitzt eine Dichte von 2,5 x 10³kg/m³
(Drahtglas ca. 2,6 x 10³kg/m³)

Dickglas

alte Dickenbezeichnung für industriell gefertigtes ca. 4,5 - 6,5 mm
dickes Fensterglas.Nach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas

DIN 18008 Teil 1 bis 5

Die Normenreihe stellt die Glasdimensionierung auf eine neue Grundlage. Sie wird im Lauf des Jahres 2015 in die LTB aufgenommen und ersetzt dann die Regelwerke TRLV, TRPV und TRAV, die bisher den Stand der Technik beschreiben. Mit der Einführung der DIN 18008 müssen Glaser formal auch für Verglasungen im Innenbereich Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit nachweisen.

Doppelfenster

Alter Fensteraufbau mit zwei Rahmen und Scheiben (auch Kastenfenster).

Doppelscheiben-Effekt

 

Das eingeschlossene Gasvolumen eines Isolierglasverbundes erzeugt durch eine konkave bzw. konvexe Durchbiegung der Scheiben einen Druckausgleich mit dem Umgebungsdruck. Je nach Durchbiegung entstehen unterschiedliche Ansichten bzw. Spiegelbilder. Kein rügefähiger Mangel.

Drahtfaden-Verbundglas:

Verbund-Sicherheitsglas mit Drahteinlage.

Drahtglas

Gußglas mit Drahtnetzeinlage. Drahtglas ist kein Sicherheitsglas!

Drahtornamentglas

Gußglas mit Drahtnetzeinlage und Oberflächenprägung.

Drahtspiegelglas

Spiegelglas mit Drahtnetzeinlage.

Druckfestigkeit

 

Floatglas hat eine Druckfestigkeit von 700 bis 900 N/mm²

Dünnglas

alte Dickenbezeichnung für industriell gefertigtes ca. 0,7 - 1,6 mm dickes Fensterglas.Nach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas

Echtantikglas

 

Glas mit stärkerer Blasenbildung als bei Antikglas.

ED

alte Dickenbezeichnung (einfache Dicke) für industriell gefertigtes 1,8 mm dickes Fensterglas.Nach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas

Einscheiben-Sicherheitsglas

Kurzform: ESG Thermisch vorgespanntes Flachglas, mit erhöhter mechanischer Festigkeit sowie erhöhter Temperaturwechselbeständigkeit. Das Bruchbild ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl stumpfkantiger, annähernd gleichgroßer Krümel. Herstellung: Glasplatte wird über die Erweichungtemperatur erhitzt und anschließend mit kalter Luft abgeschreckt (= vorgespannt). Dadurch erstarrt die Oberfläche während das Innere des Glases noch viskos ist. Dieses kann sich aufgrund der langsameren Abkühlung stärker zusammenziehen als die Oberfläche. Als Folge der Gefügeunterschiede setzt das Glasinnere (kleinvolumiges, geschlossenes Gefüge) die Oberfläche des Glases (großvolumiges, offenes Gefüge) unter Druckspannung. Bei mechanischer Belastung von ESG muss zuerst die eingebrachte Oberflächenspannung überwunden werden, um eine Veränderung im Glasgefüge (z.B. Risseinleitung) zu bewirken. Oberflächenspannung von ESG  = 120 N/mm²In Bauregelliste unter A 11.4 enthalten.

 

Unterschied zwischen ESG und VSG ist das Bruchverhalten. ESG bricht in kleine, krümelige Splitter und beim VSG bleibt das Floatglas an der Folie haften und bildet keine scharfen Kanten.

Einwegglas

siehe: Spionspiegel

Eisblumenglas

Mit Eisblumenmuster versehendes Flachglas. Herstellung: Leim wird auf mattierte Oberfläche aufgetragen und getrocknet. Die durch die Aushärtung des Leimes entstehende Schrumpfung, führt zu dessen Ablösung. Dabei werden Glasmuscheln durch den Leim aus der Glasoberfläche herausgelöst. Das entstehende Muster erinnert an "Eisblumen" wie sie früher auf Einfachfenstern auftraten.

Emailliertes Glas

Einseitig mit einer Emaillefarbe überzogenes ESG. Die Beschichtung ist eingebrannt und dadurch abriebfest.

Emissivität

Dieser Wert beschreibt die Fähigkeit einer bestimmten Oberfläche, Wärmestrahlung zu reflektieren. Je niedriger die Emissivität, desto mehr Wärme wird in den Raum zurück reflektiert.

Entglasung

Vorgang bei dem Glas z. T. auskristallisiert.siehe Glaskeramik

Entlüftungssteine

Glasbausteine mit Entlüftungsöffnungen.

Entspiegeltes Glas

Flachglas, bei dem die sonst üblichen Reflexe durch Beschichtungen minimiert werden.

EPDM

internationale Bezeichnung (Ethylen-Propylen-Dicht- Material) organisches Elastomer (früher APTK)

Erweichungstemperatur

Temperaturbereich bei dem der Erweichungspunkt einer Glasschmelze liegt. Auch Glasbildungstemperatur Tg genannt. Tg von Floatglas liegt bei etwa 520°C.

ESG

siehe: Einscheiben-Sicherheitsglas

ETB

Abk.: Eingeführte Technische Baubestimmung

Facette, Facettenkante

Kante mit einem von 90° abweichenden Winkel. (Abk. nach DIN: FK)

Farbglas

Eingefärbte Gläser (nicht nur gefärbte Oberfläche)

Farbloses Glas

Gläser für optisch relevante Anwendungen, bei denen der Eisenanteil reduziert wurde, um so den Grünstich zu minimieren.

Farbstich

Grünliche Einfärbung von Kalk-Natron-Silicatgläsern, hervorgerufen durch geringe Mengen von Eisenoxid in den natürlichen Rohstoffen. Kein Rügefähiger Mangel. 

Fensterglas

1. Alte Bezeichnung für maschinell gezogenes Flachglas (Tafelglas, Spiegelglas),(siehe hierzu DIN 1249, Teil 1).
2. Alte Dickenbezeichnung für ~: ED/MD/DDNach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas

Feuerbeständig

Heute nicht mehr zulässiger Begriff (ursprünglich enthalten in der früheren DIN 4102, Ausgabe 1972).

Feuerhemmend

Heute nicht mehr zulässiger Begriff (ursprünglich enthalten in der früheren DIN 4102, Ausgabe 1972). ebenso: Feuerbeständig, Hochfeuerbeständig 

Feuerpolitur

Veredelung der Glasoberfläche ("polieren") durch spezielle Wärmebehandlung. Auch "verwärmen" genannt. 

Feuerschutzglas

Oberbegriff für geprüfte Gläser, die die Anforderungen einer Feuerwiderstandsklasse erfüllen. 

Feuerwiderstandsklassen (für Verglasungen)

DIN 4102

a) Feuerwiderstandsklassen G. Verhinderung des Branddurchtritts über eine bestimmte Branddauer.

b) Feuerwiderstandsklassen F. Zusätzliche Verhinderung der Wärme(ab)strahlung.

c) Feuerwiderstandsklassen T. Verglasungen in Türen; erfüllen die Erfordernisse der Klassen F.siehe Feuerwiderstandsdauer  

Feuerwiderstandsdauer

Die den Feuerwiderstandsklassen zugeordnete Brandbelastungsdauer, der ein Werkstoff mind. genügen muss (30, 60, 90, 120, 180, 240 Minuten). 

Feuerzeugtest

Test durch den geklärt werden soll ob ein MIG beschichtete Scheiben enthält.(Aufschluß durch unterschiedliche Spiegelung der Flamme)  

Filtergläser

Gläser mit bestimmten Strahlenfiltereigenschaften. 

FIRESWISS

Brandschutzglas von Glas Trösch. 

Flächengewicht

Ein Quadratmeter Floatglas besitzt je Millimeter Dicke ein Gewicht von 2,5 kg (Drahtglas 2,6 kg). 

Flachglas

Bezeichnung für alle Gläser (meist Kalk-Natron-Silikat-Gläser oder Borosilikatgläser) mit parallel verlaufenden Oberflächen. Meist durch Floatprozeß hergestellt (Floatglas). 

Flankenübertragung

Bezeichnung der Schallübertragung durch an das Fenster anschließende Decken und Wände.Auch Nebenwegübertragung genannt. 

Flintglas

Optische Gläser, meist bleihaltig, DIN 58925, Teil 1.
  

Floatglas

1. Durch Floatverfahren hergestellte Flachglasprodukte. Der Begriff "float"= Schwimmen kommt vom Zinnbad her, auf dem die Glasschmelze, zur Erzielung einer möglichst planen Oberfläche abgekühlt wird.

2. Aktueller Begriff für Spiegelglas, der jedoch noch nicht Einzug in die Normung gefunden hat.
 
  

Flußmittel

Zusätze im Glasgemenge (Soda, Pottasche), die die Schmelztemperatur absenken.
  
  

Flußsäure

Fluor-Wasserstoff-Säure. Greift mit hohem Oberflächenabtrag Glasoberflächen an. Wird zum Glasätzen verwendet. Hohe Umweltproblematik!
  
  

Foamglas

Siehe: Schaumglas.
  
  

Ganzglasanlagen

Glaskonstruktionen, deren Scheibenkanten ganz oder teilweise rahmenlos gehalten sind.
  
  

Ganzglastür

Rahmenlose Glas-Türe.
  
  

Gartenbau-Glas

Oberbegriff für Flachglas zu Gartenbauzwecken. Gartenblankglas DIN 11 525; Gartenklarglas DIN 11 526.
  
  

Gebogenes Glas

Durch Erhitzen im Biegeofen gebogenes Flachglas (meist ESG).
  
  

Gehrungskante

Kanten die zur Glasoberfläche einen Winkel von 45° bilden.
  
  

Gemenge

Gemisch von Rohstoffen und Scherben, aus denen Flachglas erschmolzen wird.
  
  

Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert)

g-Wert (nach DIN 67 507) gibt an, wie viel Energie von der auftreffenden durch die Verglasung Sonneneinstrahlung (Wellenlängebereich von 300nm - 2500nm) in das Rauminnere gelangt.

Je höher der g-Wert, desto größer ist der Energiegewinn - desto stärker aber auch die Aufheizung. Entsprechend braucht die Fassade oder das Fenster ein entsprechendes Sonnenschutzglas.

Für die verschiedensten Anwendungen von grossflächigen Verglasungen, wie Wintergärten, Wohnatrien oder Glasumbauungen ist der sommerliche Wärmeschutz, also die Vermeidung von Überhitzung des Gebäudes durch Sonneneinstrahlung, ein entscheidender Faktor. Die Wahl der richtigen Glasbeschichtung hilft die Energiekosten für Klimatisierung zu reduzieren.

gesäumte Kante

Schnittkante mit gebrochenen Kantenrändern. (siehe auch Kantenbearbeitung)
  
  

geschliffene Kante

Ganzflächig durch Schleifen behandelte Kantenoberfläche. Schleifmattes Aussehen - einzelne blanke Stellen und Ausmuschelungen sind zulässig. Siehe auch Kantenbearbeitung
geschnittene Kante Unbearbeitete gerade Kante (Schnittkante). (siehe auch Kantenbearbeitung)
  
  

gestoßene Ecke

Anschleifen der Scheibenecken.
  
  

Gewicht

siehe unter "Dichte" oder "Flächengewicht"
  
  

Glas

Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das im wesentlichen ohne Kristallisation erstarrt. Im thermodynamischen Sinne ist Glas eine eingefrorene unterkühlte Flüssigkeit.
  
  

Glasarten

Gläser, die sich durch ihre chemische Zusammensetzung unterscheiden (DIN 1259)
  
  

Glasbaustein

Quaderförmiges Hohlglaselement (DIN 18175)
  
  

Glasdachstein

Auch: Glasdachziegel. Gepreßte, lichtdurchlässige Dach"ziegel" aus Glas. In Form und Bezeichnung entsprechend den handelsüblichen Tonziegeln.
  
  

Glasdachziegel

Auch: Glasdachstein. Gepreßte, lichtdurchlässige Dach"ziegel" aus Glas. In Form und Bezeichnung entsprechend den handelsüblichen Tonziegeln.
  
  

Glasgewicht

siehe unter "Dichte" oder "Flächengewicht"
  
  

Glasgravur

Lokale Oberflächenbearbeitung mittels Schleifwerkzeugen.
  
  

Glaskanten

Die, eine Glasscheibe (Glasoberflächen) begrenzenden Ränder und die zwischen diesen Rändern liegenden Flächen (Kantenoberflächen). DIN 1249, Teil 11.
  
  

Glaskeramik

Glaserzeugnis mit hoher Temperaturwechselbeständigkeit. Diese wird hergestellt durch besonders gesteuerte Wärmebehandlung (erste Haltezeit bei Keimbilungstemperatur, zweite Haltezeit bei Kristallwachstumstemperatur), bei der das Glas z. T. auskristallisiert (Entglasung).
  
  

Glasmacherpfeife

Glasmacherpfeife

Langes metallenes Rohr zum Ausblasen von geschmolzenem Glas (Kölbel) zu Glashohlkörpern.
  
  

Glasmörtel

Meist zweikomponentige, schnell aushärtende Kunststoffmasse zur Ausfüllung der Lücken zwischen Lochbohrungen und Punkthalterbolzen zwecks verbessertem Kraft- und Formschluß.
 
  
  

Glasprismen

Alte Bezeichnung für Betongläser.
 
  
  

Glasradierung

= Glasgravur
 
  
  

Glasschliff

Abtragende Oberflächenbearbeitung von Glas (Kantenbearbeitung, Flächenbearbeitung).
 
  
  

Glasschwert

Zur Aussteifung einer Konstruktion angebrachtes VSG mit tragender Wirkung. Meist in Verbindung mit Punkthaltern.
 
  
  

Glassteine (Glasbausteine)

Quaderförmiges Hohlglaselement siehe DIN 18175
 
  
  

Glas Trösch Design

Möbel aus Glas
Vitrinen, Tische, Lampen, Faltwände, etc.
 
  
  

Glasveredelung

Nachträgliche Be- und Verarbeitung des Glases zur Anpassung an bestimmte Verwendungszwecke.
 
  
  

Glaszement

Meist zweikomponentiges Verbindungsmittel zur Verklebung zweier Glaselemente.
 
  
  

GMI (Gütegemeinschaft Mehrscheiben-Isolierglas)

Die GMI ist eine am Bundesverband Flachglas angeschlossene Gütergemeinschaft, die das RAL Gütezeichen an hochwertige Isolierglasprodukte vergibt. Durch eine Fremdüberwachung der Produktion durch ein von der GMI beauftragtes, anerkanntes Prüfinstitut, bürgt dieses für die besondere Güte der Produkte. Dabei müssen die deutschen Normen mit den europäischen Normen harmonisieren. Der vorherige Besitz der CE-Kennzeichnung ist Pflicht.
Die GMI wird durch folgendes Logo gekennzeichnet:
 
  
  

Goetheglas

Mundgeblasenes, schwach geschliertes Glas.
 
  
  

Grünstich

Grünliche Einfärbung von Kalk-Natron-Silicatgläsern, hervorgerufen durch geringe Mengen von Eisenoxid in den natürlichen Rohstoffen. Kein Rügefähiger Mangel.
 
  
  

Gußantikglas

Ornamentglas mit Antikglascharakter.
 
  
  

Gußglas

Gegossenes und gewalztes Glas, durchtsichtmindernd, z.T. mit Drahtnetzeinlage. siehe DIN 1249, Teil 4, Bauregelliste A 11.2
 
  
  

Hartglas

Veraltete Bezeichnung für spezielles ESG. (Bemerkung: ESG hat keine erhöhte Härte)
 
  
  

Heat-Soak-Test

Heißlagerungstest für ESG bei 8-stündiger Haltezeit und mittlerer Ofentemperatur von 290°C (±10 K).Der ~ soll die Hochtemperatur-Tieftemperatur Umwandlung von Nickel-Sulfit-Einschlüssen herbeiführen, die zum Spontanbruch führen können. Wird u.a. für absturzsichernde Verglasungen aus ESG, ESG-Fassadenplatten und nicht vierseitg linienförmig gelagerte ESG Scheiben gefordert.
 
 
 
  
  

Heißlagerungstest

siehe Heat-Soak-Test
 
  
  

Heizscheiben

Gläser, die mittels ein- oder aufgebrachten leitfähigen Drähten oder Schichten erwärmt werden (Heizbare Heckscheibe im KFZ-Bereich)
 
  
  

Hinterglasmalerei

Kunstgewerbliche bis künstlerische Hintermalung von Glas.
 
  
  

Hitzebeständiges Glas

Borosilikatglas mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten und einer hohen Temperaturwechselbeständigkeit.
 
  
  

Hochbleikristall

siehe Bleikristall
 
  
  

Hochfeuerbeständig

Heute nicht mehr zulässiger Begriff (ursprünglich enthalten in der früheren DIN 4102, Ausgabe 1972).
  
  

HS-Test

siehe Heat-Soak-Test
  
  

Infrarotdurchlässigkeit

Ungefärbte Gläser besitzen hohe Lichtdurchlässigkeiten im Wellenlängenbereich von 780 bis 2800 nm (von 780 nach 2800 nm hin abfallend). Bei Kalk-Natron-Silicatgläsern tritt eine Absorptionsbande bei 2,85  m auf.
 
  
  

Inselbildung (Bruchbild)

Bildung einer Glasinsel (Bruchkante berührt nirgends den Scheibenrand). Tritt häufig bei TVG auf.
 
  
  

Intercept

Abstandshalter (vergleichbar mit U-Profil) mit reduzierten Wärmebrückenanteil meist aus Edelstahl.
 
  
  

Interferenzerscheinungen

Auch als Newtonsche Ringe bekannt. Wechselwirkung zwischen mehreren Glasoberflächen und Licht. Kein rügefähiger Mangel.
 
  
  

Irisieren

Auftretende Regenbogenfarben auf der Glasoberfläche (z.T. durch teilweise Zersetzung der Oberfläche). Kann auch künstlich durch Beschichtung erzeugt weden.
 
 
  
  

Isolierglas

Siehe: Mehrscheiben-Isolierglas.
 
  
  

Justierte Kante

Siehe: Kantenbearbeitung
 
  
  

Kalk-Natron-Glas

Kalk-Natron-Glas auch Kalk-Soda-Glas oder Normalglas genannt, ist die am meisten verbreitete Glassorte. Es ist das typische Massenglas, dass zur Fertigung von Behälterglas (Flaschen und Trinkgläser) und Flachglas (Spiegel- und Fensterglas)verwendet wird. Zur deutlicheren Abgrenzung gegenüber Hartglas (Kristallglas) wird Kalk-Natron-Glas auch als Weichglas bezeichnet.
 
 
  
  

Kante (des Glases)

Die gerade Kante bildet mit der Glasoberfläche einen Winkel von annähernd 90° (Schnittkante). Siehe: Kantenbearbeitung
 
 
  
  

Kantenbearbeitung

Geschnittene Kante (Abk. nach DIN 1249-12: KG)
Gesäumte Kante (Abk. nach DIN 1249-12: KGS)Maßgeschliffene (justierte) Kante (Abk. nach DIN 1249-12: KMG)
Geschliffene (feinjustierte) Kante (Abk. nach DIN 1249-12: KGN)
Polierte Kante (Abk. nach DIN 1249-12: KPO)
 
 
 
  
  

Kastenfenster

Doppelfenster mit innerem und äußerem Flügel aus Einfachverglasung. Noch häufig in Altbauten anzutreffen.
 
 
  
  

Kathedereffekt

Effekt nach Friedrich Katheder benannt, der die Kopplung zwischen den beiden Scheiben eines MIG über das eingeschlossene Luftvolumen näher untersucht hat. Dabei wird eine aufgebrachte Flächenlast der Einzeldicken auf die beiden Einzelscheiben verteilt.
 
 
 
  
  

Kathedralglas

Gußglas mit gehämmerter Struktur
 
 
  
  

Kieselglas

Quarzglas (nahezu aus 100% SiO2) mit extrem hoher Temperturwechselbeständigkeit und hoher UV Durchlässigkeit.
 
 
  
  

Kilopond kp.

Außer Kraft gesetzte Maßeinheit für Kraft (Umrechnung: 1 kp = 9,81 N. als Rechenwert: 10 N)
 
 
  
  

KOMO Zertifikat

Das KOMO-Zertifikat ist eine offizielle, gesetzeskonforme Qualitätserklärung und eine Bürge für einen überdurchschnittlichen Isolierglas-Standard, welches mit dem niederländischen Baugesetzt übereinstimmt. Durch jährliche Fremdüberwachung wird der hohe Standard kontinuierlich geprüft, zum Teil ist dies auch notwendig für den Erhalt von staatlichen Förderungen. Die niederländischen Normen müssen mit den europäischen Normen übereinstimmen (NEN1096 = EN 1096). Der vorherige Besitz der CE-Kennzeichnung ist Pflicht.
Das KOMO-Zertifikat wird durch folgendes Logo gekennzeichnet:


 
 
 
  
  

Kohäsion

Haftfestigkeit eines Stoffes in sich.
 
 
  
  

Kondenswasser

Feuchtigkeit, die sich z. B. aus der Luft an zu kalten Bauteilen (Wärmebrücken) niederschlägt, wenn die Sättigungsfeuchte überschritten ist. Tritt z.T. bei Wärmedämmgläsern mit hoher Isolationsgüte während der Übergangszeiten auf (Beschlag der Außenscheiben).
 
 
 
  
  

konkav

nach innen gewölbt, vertieft.
 
 
  
  

konvex

nach außen gewölbt, erhaben.
 
 
  
  

Kristallglas

Häufig übliche Bezeichnung für meist bleihaltiges, geschliffenes Hohlglas.
 
 
  
  

Kristallspiegelglas

Früher: Gegossenes und gewalztes Glas, auf beiden Seiten geschliffen.Heute: Durch Floatverfahren hergestelltes Spiegelglas.
 
 
  
  

Kronglas

Gruppe optischer Gläser, DIN 58 925, Teil 1.
 
 
  
  

Krypton

Edelgas, wird zur Verbesserung des k-Wertes bei MIG als Gasfüllung herangezogen.
 
 
  
  

Lichtlenkende Glassteine

Glassteine mit lichtlenkender Oberflächenprägung
 
 
  
  

Lichtminderung

Verminderung des Lichtdurchganges durch Absorption bzw. Reflexion.
 
 
  
  

Lichtstreuung

Verteilung des einfallenden Lichtes durch Streuung bzw. Reflexion.
 
 
  
  

Lichttransmission / Lichtdurchlässigkeit

Die Lichtdurchlässigkeit  drückt den direkt durchgelassenen, sichtbaren Strahlungsanteil im Bereich der Wellenlänge des sichtbaren Lichts von 380 nm bis 780 nm, bezogen auf die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges, aus. Die Lichtdurchlässigkeit wird in Prozent angegeben und u.a. von der Glasdicke beeinflußt. Bedingt durch den unterschiedlichen Eisenoxidgehalt des Glases sind geringfügige Schwankungen möglich. So verfügt Floatglas als Einzelscheibe im sichtbaren Spektralbereich über eine Lichtdurchlässigkeit von 90 %.Normales, unbeschichtetes Isolierglas, bestehend aus zwei Floatglasscheiben, besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 80 %.Beschichtetes Isolierglas besitzt eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 75 - 80 %
 
 
 
  
  

linearer k-Wert

Wärmebrückenverlustkoeffizient  (sprich: Psi). Mittels  kann der Wärmebrückenanteil eines Fensters berücksichtigt werden.
 
 
  
  

Lüftungssteine

Siehe: Entlüftungssteine.
 
 
  
  

LUXAR

Entspiegeltes Glas von Glas Trösch
 
 
  
  

Maschinenglas

Alte Bezeichnung für maschinell gezogenes Fensterglas.
 
 
  
  

maßgeschliffene Kante

Ganzflächig durch Schleifen behandelte Kantenoberfläche. Schleifmattes Aussehen - einzelne blanke Stellen und Ausmuschelungen sind zulässig. (siehe auch Kantenbearbeitung)
 
 
  
  

Mastercarre

Gußglasspezialität (kleine eingeprägte Quadrate)
 
 
  
  

Masterline

Gußglasspezialität (eingeprägte Längsrillen)
 
 
  
  

Masterray

Gußglasspezialität (kleine eingeprägte längliche Rechtecke)
 
 
  
  

Matching

Farbabgleich zwischen Fassadenplatte und Fassadenfenster unter Berücksichtigung derauftretenden Lichtverhältnisse (mit und ohne Innenbeleuchtung)
 
 
 
  
  

Mattätzen

siehe: Ätzen
 
 
  
  

Mattglas

Durch Sandstrahlen (sandmatt) oder durch Ätzen (säurematt) einseitig oder zweiseitig mattiertes Flachglas. Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Verschmutzung. Matt-Effekt wird bei VSG durch Verwendung einer matten Folie erreicht.
 
 
 
  
  

Mattieren

Oberflächenbearbeitung des Glases durch Ätzen, Sandstrahlen oder Schleifen.
 
 
  
  

MD

alte Dickenbezeichnung (mittlere Dicke) für industriell gefertigtes 2,8 mm dickes Fensterglas.Nach Dicke aufsteigende Reihenfolge: Dünnglas - Fensterglas EE, MD, DD - Dickglas
 
 
 
 
  
  

Mehrscheiben-isolierglas Abk.: MIG.

 

Verglasungseinheiten aus zwei oder mehreren Glastafeln aufgebaut, die jeweils durch einen Zwischenraum (SZR: Scheibenzwischenraum) voneinander getrennt sind. Abstandshalterprofile gewährleisten den Scheibenabstand. Der SZR ist entweder mit getrockneter Luft oder mit Gasen bzw. Gasgemischen gefüllt; die Einheiten sind im Randbereich luft- und feuchtigkeitsdicht meist durch organische Dichtungsmassen verbunden. (Glasränder wurden früher z.T. auch miteinander verschweißt).MIG Luftgefüllt: Bauregelliste A 11.5.1/2 (DIN 1286-1)MIG Luftgefüllt mit Beschichtung: Bauregelliste A 11.7 (DIN 1286-1)MIG Gasgefüllt mit Beschichtung: Bauregelliste A 11.6 (DIN 1286-2)Dickenabweichung des Isolierglases (Scheiben inkl. SZR): ± 1mm
 
 
 
  
  

Messingverglasung

Verglasung mit Messingsprossen bzw. mit messing überzogenen Bleiruten.
 
 
  
  

MIG Abk.:

Mehrscheibenisolierglas.
 
 
  
  

Milchüberfangglas

Farbloses Glas mit einer milchig getrübten Überzugsschicht (Überfang).
 
 
  
  

Millefioriglas:(Tausendblümchenglas)

Abschnitte bunter, ornamental aufgebauter Stäbe werden durch Klarglas zusammengeschmolzen.Kunsthandwerkliche Fertigung (häufige Erscheinungsform: Briefbeschwerer) Seit ca. 1000 v.Chr. gebräuchlich.
 
 
 
  
  

Modellscheiben

Alle Scheibenformen, die vom Quadrat bzw. Rechteck abweichen.
 
 
  
  

Mondglas/Mondscheibe (= engl. crown glass)

Mundgeblasene runde Glasscheibe mit ca. 1m Durchmesser.
 
 
  
  

Monolitisch

Einfacher homogener Scheibenaufbau (im Gegensatz zum Doppelverbund wie bei VSG)
 
 
  
  

Mundblasverfahren

Glasherstellung mittels Glasmacherpfeife. Wird noch zur Fertigung vieler Farb- und Spezialgläser bzw. im Kunsthandwerk ausgeübt.
 
 
  
  

Oberflächenvered(e)lung:

Nachträgliche Bearbeitung der Oberfläche von Flachgläsern durch Schleifen, Ätzen, Sandstrahlen, Eisblumieren und Emaillieren.
 
 
  
  

OG

Spezieller Kantenschliff mit konkavem und konvexem Profil-Anteil
 
 
  
  

Opak

Undurchsichtig
 
 
  
  

Ornamentglas

Gußglas mit Oberflächenprägung
 
 
  
  

Panzerglas

Frühere Bezeichnung für durchschußhemmendes VSG.
siehe Angriffshemmendes Glas
 
 
 
  
  

Photovoltaik-Module

Abk.: PV-Module. Meist Silizium Halbleiterelemente (Solarzellen) die bei Lichteinstrahlung elektrischen Strom abgeben. Wirkungsgrade: monokristalline Zellen: 12 bis 16 %polykristalline Zellen: 9 bis 14 %amorphe Zellen: 4 bis 5%
 
 
 
  
  

Plattenwiderstand

Bauteilwert nach DIN 52612
 
 
  
  

Polierte Kante

siehe: Kantenbearbeitung
  
 
 
  
  

Postglas

Gläser nach FTZ Zulassung
  
 
 
  
  

Preßglas

siehe: Glassteine, Betonglas
 
 
  
  

Prismen

siehe: Glassteine, Betonglas
  
 
 
  
  

Profilbauglas

Gußglas mit U-Profil (breiter Steg, schmale Flansche). Ornamentierte Oberfläche. Auch mit Drahteinlage.DIN 1249, Teil 5.Bauregelliste A 11.3
  
 
 
  
  

PVB

Abk. für Polyvinylbutyral.
Zähelastische Zwischenfolie bei VSG. Einfache Foliendicke 0,38 mm.Je mehr Folien eingesetzt werden, desto höher ist die Resttragfähigkeit.
 
  
 
 
  
  

PV-Module

Abk. für Photovoltaik-Module
  
 
 
  
  

Quarzglas

Glas aus nahezu 100% Kieselsäure (Kieselglas).
 
 
  
  

Reflexarmes Glas

Flachglas mit reflexmindernden Schichten.
 
 
  
  

Resttragfähigkeit (=Reststandsicherheit)

Eigenschaft, die sicherstellt, dass im vollständigen Zerstörungsfall einer Scheibe, keine Teile herabfallen bzw. die eigentliche Funktion weiterhin bestehen bleibt (z.B. Absturzsicherung). Wird durch Bauteilversuche ermittelt.
 
 
 
  
  

Rohglas

Gewalztes Gußglas mit gering gemusterter Oberfläche
 
 
  
  

Rundstabschliff

Schleifbearbeitung der Glaskante zu einem Viertel-Rundbogen. Nicht mehr gebräuchlich.(heute: Bullnose)
 
 
  
  

Rw-Wert

Das bewertete Schalldämmaß Rw gibt das Schalldämmvermögen eines Bauteils an. Dabei bleibt die Schallübertragung über flankierende, konstruktive Bauteile unberücksichtigt. [dB]Weitere Schalldämmaße:R'w; R'w,B: Bewertetes Schalldämmaß inkl. Schallübertragung flankierender Bauteile (eingebautes Fenster).Rw,P: Bewertetes Schalldämmaß ohne den Einfluß flankierender Bauteile nach DIN 52210.Wird in Prüfzeugnissen auch als Rw bezeichnet.R'w,Res: Resultierendes Schalldämmaß des Bauteils Wand inkl. Fenster, Türen, Rolladen usw.
 
 
 
  
  

Salinglas

Siehe: Bilderglas
 
 
  
  

SANCO ALARM

Isolierglas mit im SZR integriertem, beweglichem Beschattungssystem von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO CONTROLL

Isolierglas mit im SZR integriertem, beweglichem Beschattungssystem von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO DUR

Einscheibensicherheitsglas (EGS) von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO DUR TVG

Teilvorgespanntes Glas (TVG) von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO LAMEX

Verbundsicherheitsglas(VSG) von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO SILVERSTAR Phon

Schallschutzgals von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO PRINT

Siebbedrucktes Glas von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO Safe

Angriffhemmendes Glas von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO SILVERSTAR N

Wärmedämmglas von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO SILVERSTAR EN

Wärmedämmglas von Glas Trösch
 
 
  
  

SANCO SILVERSTAR COMBI

Sonnenschutzglas von Glas Trösch 
 
  
  

SANCO SILVERSTAR SELEKT

Kombiglas Wärmedämmung und Sonnenschutz von Glas Trösch
 
 
  
  

Sandstrahlmattierung

Mattierung der Oberfläche mittels Sandstrahlgebläse 
 
  
  

Satinieren

Mattieren der Glasoberfläche durch Säureätzen bzw. Sandstrahlen
 
 
  
  

Säumen

Abschleifen der Schnittkanten. Die Kantenoberfläche bleibt unbearbeitet.
siehe: Kantenbearbeitung

 
 
  
  

Säureätzen

siehe: Ätzen
 
 
  
  

Schallschutzglas (Meist Isolierglasaufbau)

Schallschutz (erhöhte Geräuschdämmung) wird durch Anordnung unterschiedlicher Glasdicken, Gasfüllung (SF6) im SZR sowie Verwendung von VSG oder Gießharz- Verbundscheiben erreicht. Auch VSG mit Schallschutzfolie möglich.

 
 
  
  

Schaumglas

 

Glasschaum mit in sich abgeschlossenen Luft(Gas)zellen mit guten Isolationseigenschaften (DIN18 174)
 
 
  
  

Schnittkante

Unbearbeitete grade Kante. (siehe auch Kantenbearbeitung)
 
  
  

Schwefelhexafluorid

Schwefelhexaflourid, schweres Gas, das beim Einsatz in MIG eine Erhöhung der Schalldämmung zur Folge hat (hat U- Wert Verschlechterung zur Folge).

 
 
  
  

Schweißerschutzglas

Gefärbtes Glas mit besonderen Filtereigenschaften.
 
 
  
  

SF6

Schwefelhexaflourid, schweres Gas, das beim Einsatz in MIG eine Erhöhung der Schalldämmung zur Folge hat (hat U- Wert Verschlechterung zur Folge)

 
 
  
  

Ug-Wert

Ist ein Definition der EN-Normen (früher k-Wert) für Wärmedurchgang und wird als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet. Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1m² eines Bauteils bei einem Temperaturunterscheid der angrenzenden Raum-Aussenluft von 1 K hindurch geht.


Die Masseinheit ist W/m² K.

 

Prüfnorm des U-Wertes für die Verglasung (Uv): 52619 Teil 2 Wärmedurchgangskoeffizient gemäß DIN 4108. Messung des Plattenwiderstandes: DIN 52612
Abhängigkeit von den Wärmeübergangswiderständen 1/i und 1/a und dem Wärmedurchlasswiderstand 1/

 
 
  
  

Überfangglas

Zweischichtenglas in homogener Verbindung mit farbloser oder farbiger Grundschicht und einer gleichmäßigen Überzugsschicht, diese ebenfalls farblos oder farbig.


 
 
  
  

Überkopfverglasung

Abk.: ÜKV.
Nach den "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen" .alle Verglasungen mit einer Neigung zur Vertikalen von mehr als 10°.Die Bestimmungen für Überkopfverglasungen gelten auch für Vertikalverglasungen, sofern diese nicht nur kurzzeitigen veränderlichen Einwirkungen wie z. B. Windeinwirkungen unterliegen. Dazu zählen z. B. lotrechte Teile von Shed-Verglasungen, bei denen eine Belastung durch Schneeanhäufung möglich ist.


 
 
  
  

ÜKV

Abk. für Überkopfverglasung

 
 
  
  

Ultraviolett

UV. Kurzwelliger Bereich der Sonnenstrahlung.

 
 
  
  

Ungleichmäßige Lichtbrechung

Siehe Anisotropien.

 
 
  
  

U-Wert

neue Bezeichnung für den k-Wert

 
 
  
  

Ü-Zeichen

Das ~ drückt die Konformität eines Produktes mit der Bauregelliste aus.
ÜZ: Übereinstimmungszertifikat durch anerkannte Prüfstelle.
(MIG luftgefüllt, ohne Beschichtung)
ÜH: Übereinstimmungserklärung des Herstellers. (MIG gasgefüllt, mit oder oder Beschichtung)
Das Ü-Zeichen muß die folgenden Angaben enthalten:

1.       Name des Herstellers

2.       Grundlage des Übereinstimmungsnachweises


a)
 
die Kurzbezeichnung der maßgebenden technischen Regeln und der für den Verwendungszweck wesentlichen Merkmale des Bauprodukts,
 

b)
 
die Bezeichnung für eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung als "Z" und deren Nummer,
 

c)
 
die Bezeichnung für ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis als "P", die Bezeichnung der Prüfstelle und die Nummer des Prüfzeugnisses oder
 

d)
 
die Bezeichnung "Zustimmung im Einzelfall" und die Behörde.
 

3.       Bildzeichen oder Bezeichnung der Zertifizierungsstelle, sofern deren Einschaltung gefordert ist.
 

 
 
  
  

Verbundglas

Oberbegriff für Glasverbundsysteme wie Giesharzverbund, bei dem im Gegensatz zu VSG keine speziellen Anforderungen an die Zwischenschicht gestellt werden. Fälschlicherweise häufig auch als Bezeichnung für VSG verwendet.
 

 
 
  
  

Verbund-Sicherheitsglas:

Abk.: VSG.
Besteht aus zwei oder mehreren Float-Scheiben mit zähelastischen Zwischenfolien, die unter Wärme und hohem Druck verbunden werden. Auch mit Draht- oder Stahlfadeneinlage in der Zwischenfolie. Auch mit ESG oder TVG Scheiben machbar. Splitterbindend und bei entsprechender Dicke und Zusammensetzung angriffhemmend im Sinne von DIN 52920 (siehe:Angriffhemmendes Glas).
 

 
 
  
  

Vered(e)lung

siehe: Oberflächenveredlung, Glasveredlung.

 
 
  
  

Verkehrssicherheit

Eine Verglasung ist ~ wenn unter vorhersehbaren Voraussetzungen eine Gefährdung nicht möglich ist
 
 
  
  

Vertikalverglasungen

Nach den "Technische Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen",alle Verglasungen mit einer Neigung zur Vertikalen von kleiner als 10°.


 
 
  
  

Verwärmen

siehe: Feuerpolitur

 
 
  
  

Vorgespanntes Glas

siehe: Einscheiben-Sicherheitsglas.

 
 
  
  

Vorspannen

Veredeln von Floatglas zu Sicherheitsglas, bei dem ein besonderer innerer Spannungverlauf entsteht. Um eine Veränderung im Glasgefüge (z.B. Rißeinleitung) zu bewirken, muß zuerst die eingebrachte Oberflächenspannung überwunden werden. Verfahren zur Herstellung von vorgespannten Gläsern: a) thermische Vorspannung: siehe Einscheiben-Sicherheitsglas. Normal gekühltes Glas wird auf seine Erweichungstemperatur homogen erhitzt. Anschließend wird das Glas mit kalter Luft abgeschreckt, wobei die Oberfläche sofort erstarrt.Das Innere ist noch viskos und kann sich zu einem engeren Gefüge zusammenziehen. Als Folge der Gefügeunterschiede setzt das Glasinnere (geschlossenes Gefüge) die Oberfläche des Glases (offenes Gefüge) unter Druckspannung.b) chemische Vorspannung: Normal gekühltes Glas kommt in eine hochtemperierte Salzlösung bzw. Salzschmelze. Dabei findet in der Glasoberfläche ein Ionenaustausch statt. Dieser Effekt kann durch Anlegen einer Spannung erhöht werden. Großvolumige Salz-Ionen werden gegen kleinvolumige Glas-Ionen ausgetauscht, wodurch in der Oberfläche eine Druckspannung entsteht. Der Spannungsverlauf zeigt eine stärkere Steigung als bei thermisch vorgespanntem ESG.
 




 
 
  
  

Warme Kante

Bezeichnung für MIG-Abstandshalter mit verbesserten thermischen Eigenschaften.

 
 
  
  

Wärmeausdehnungskoeffizient

Formelbuchstabe:  (  von Floatglas (bei 20 bis 300°C): 9 x 10  K ) Gibt die Längenänderung bei einer Erwärmung um 1°C an. Dies bedeutet: Eine Glastafel dehnt sich pro 1 m Länge bei 1K Temperaturerhöhung um ca. 0,009 mm aus.Messung nach DIN 52 328
 

 
 
  
  

Wärmedämmglas

Glas dessen Beschichtung (wenige Atomschichten dicker Metallauftrag) für Strahlung bestimmter Wellenlänge durchlässig (Transmission) ist bzw. die Strahlung (Wärmestrahlung) refklektiert (Reflektion).
 

 
 
  
  

Wärmedurchgangskoeffizient

siehe U-Wert

 
 
  
  

Wärmeschutzglas

 

siehe: Wärmedämmglas

 
 
  
  

Wasserglas

Wasserlösliches Glas (Alkalisilikatglas). Vorprodukt für Sol-Gel-Prozesse.

 
 
  
  

Waterfall

Spezieller Kantenschliff mit Kreissegmentprofil

 
 
  
  

Weissglas

Gläser für optisch relevante Anwendungen, bei denen der Eisenanteil reduziert wurde, um so den Grünstich zu minimieren.

 
 
  
  

Weiß-Glas

Bezeichnung für besonders farbloses Glas. Wird erreicht durch spezielle Prozeßführung der Schmelzwannen bzw. durch Verwendung reinster Rohstoffe (kein bzw. geringster Eisengehalt).
 

 
 
  
  

Xenon

Edelgas, wird zur Verbesserung des U-Wertes bei MIG als Gasfüllung herangezogen.
 

 
 
  
  

XINON

Ganzglasduschensystem von Glas Trösch.
 

 
 
  
  

Ziehglas

Maschinell gezogenes Fensterglas.
 

 
 
  
  

Zinnseite

Bezeichnung für die Floatglas-Seite die mit dem Zinnbad in Berührung kommt. Diese zeichnet sich durch verringerte mechanische Festigkeit aber erhöhte chemische Resistenz aus. Erkennbar durch leichtes Fluoreszieren unter UV-Licht
 
 

 
 
  
  

Zugfestigkeit

Zugspannung bei Bruch. zB. (Sigma Zug bei Bruch).